Ein Arbeitszeitmodell bildet das vertragliche Fundament für die Zeiterfassung. Es definiert, wie viele Stunden an welchen Wochentagen gearbeitet werden und welche Regeln bei der Zeiterfassung gelten.
Eine Grundlage, viele Berechnungen
Das Modell liefert die Sollwerte für Zeiterfassung, Überstunden, Urlaub, Feiertage und bezahlte Abwesenheiten.
Typische Modelle
Für unterschiedliche Beschäftigungsarten kannst du beliebig viele eigene Modelle anlegen.
Einstellungen
Arbeitszeitmodelle zentral verwalten
Öffne Einstellungen → Arbeitszeitmodelle. Links siehst du alle Modelle, das Standard-Modell und die Zahl der zugewiesenen Mitarbeitenden. Rechts findest du die Details des ausgewählten Modells.
Modell benennen
Vergib einen eindeutigen Namen wie „Vollzeit 40 h“ oder „Teilzeit Mo–Do“.
Eigene ID hinterlegen
Nutze optional eine benutzerdefinierte ID für Lohnbuchhaltung oder Schnittstellen.
Standard festlegen
Bestimme das Modell, das neuen Mitarbeitenden automatisch zugewiesen wird.
Wocheneinstellungen
Arbeitstage und Sollzeit festlegen
Wähle die Arbeitstage von Montag bis Sonntag und trage die vertragliche Wochenarbeitszeit ein. wefirm verteilt die Wochenstunden automatisch gleichmäßig auf die ausgewählten Tage.
Beispiel
Vollzeit 40 Stunden
Prüfungen bei der Erfassung
Höchstarbeitszeit und Pausen regeln
Hinterlege betriebliche Vorgaben im Modell. Bei einem Verstoß kann wefirm wahlweise nur hinweisen oder das Speichern verhindern.
Tägliche Höchstarbeitszeit
Lege fest, wie viele Stunden an einem Tag maximal erfasst werden dürfen.
Bis zu zwei Pausenregeln
Definiere gestaffelte Mindestpausen, zum Beispiel 30 Minuten ab 6 Stunden und 45 Minuten ab 9 Stunden.
ab 06:00 h → 30 Min. Pause
ab 09:00 h → 45 Min. Pause
Zeigt einen Hinweis an, lässt das Speichern der Zeit aber zu.
Verhindert das Speichern, solange die Regel nicht eingehalten wird.
Bearbeitung nach Genehmigung
Lege fest, ob Mitarbeitende bereits freigegebene Tage nachträglich ändern dürfen.
Zeiten in der Zukunft
Erlaube oder verhindere, dass Arbeitszeiten im Voraus eingetragen werden.
Vergangenheit sperren
Fristen für Nachträge festlegen
Entscheide, wie lange vergangene Zeiteinträge bearbeitet werden dürfen. Dafür stehen zwei Varianten zur Verfügung.
Rollierendes Limit
Bestimme die Anzahl der Tage, die rückwirkend noch bearbeitet werden können – beispielsweise die letzten 7 Tage.
Monatlicher Stichtag
Sperre den Vormonat an einem festen Tag des Folgemonats, zum Beispiel jeweils am 5. für die Lohnabrechnung.
Im gesamten System
Modell zuweisen und automatisch anwenden
Weise das Modell in der Personalliste mit einem Gültigkeitsdatum zu. Wechselt eine Person etwa von Vollzeit zu Teilzeit, bleibt das frühere Modell für vergangene Zeiträume erhalten.
Profil auswählen
Personalliste öffnen
Modell zuweisen
Gültigkeitsdatum angeben
Automatisch anwenden
Sollzeiten korrekt berechnen
Die stichtagsgenaue Historie schützt frühere Auswertungen und Überstundensalden vor rückwirkenden Veränderungen.
Zeiterfassung
Soll- und Ist-Zeiten werden in Tages- und Wochenansichten gegenübergestellt.
Überstundenkonto
Die tägliche Differenz aus Soll- und Ist-Arbeitszeit fließt in den Saldo ein.
Urlaub & Abwesenheiten
Arbeitstage und Sollstunden bestimmen die Bewertung bezahlter Abwesenheiten.
Feiertage
wefirm erkennt, ob ein Feiertag auf einen Arbeitstag fällt und welche Zeit gilt.
Kurz gesagt
Arbeitszeitmodelle verbinden flexible Sollzeiten mit verbindlichen Erfassungsregeln. Einmal eingerichtet, sorgen sie in Zeiterfassung, Überstunden- und Abwesenheitsverwaltung für konsistente Berechnungen.
Zuletzt aktualisiert: August 2026